Bürger/Einwohner als Schöffen und Jugendschöffen gesucht

Die landesweite Wahl der ehrenamtlichen Schöffen für die Strafgerichte und Jugendschöffen für die Amtszeit von 2019 bis 2023 finden dieses Jahr statt. Für dieses wichtige Ehrenamt werden auch in unserer Gemeinde Frauen und Männer aus allen Bevölkerungsgruppen gesucht, die am Amtsgericht Pforzheim und Landgericht Karlsruhe neben Berufsrichtern als Vertreter des Volkes an der Rechtsprechung in Strafsachen teilnehmen.

Gesucht werden Bewerber/innen,
•    die in der Gemeinde wohnen
•    die am 01.01.2019 mind. 25 Jahre alt sind und das 70. Lebensjahr noch nicht vollendet haben
•    mit deutscher Staatsangehörigkeit und ausreichender Beherrschung der deutschen Sprache
Das Schöffenamt kann nicht ausgeübt werden von Personen:
•    die infolge eines Richtespruchs die Fähigkeit zur Bekleidung öffentlicher Ämter nicht besitzen oder wegen eine vorsätzlichen Tat zu einer Freiheitsstrafe von mehr als sechs Monaten verurteilt sind
•    gegen die ein Ermittlungsverfahren wegen einer schweren Straftat schwebt, das zum Verlust der Übernahme von Ehrenämtern führen kann
Das Schöffenamt soll weiterhin nicht ausgeübt werden von Mitglieder der Bundesregierung oder einer Landesregierung; Beamte, die jederzeit einstweilig in den Warte- oder Ruhestand versetzt werden können; Richter und Beamte der Staatsanwaltschaft, Notare und Rechtsanwälte; gerichtliche Vollstreckungsbeamte, Polizeivollzugsbeamte, Bedienstete des Strafvollzugs sowie hauptamtliche Bewährungs- und Gerichtshelfer; Religionsdiener und Mitglieder solcher religiösen Vereinigungen, die satzungsgemäß zum gemeinsamen Leben verpflichtet sind.
Neben diesen formalen Kriterien sollen die Bewerber aber vor allem Grundfähigkeiten mitbringen, die notwendig sind, wenn man über andere Menschen qualifiziert urteilen soll. Das verantwortungsvolle Amt eines Schöffen verlangt in hohem Maße:
•    Unparteilichkeit
•    Selbstständigkeit und Reife des Urteils
•    geistige Beweglichkeit
•    körperliche Eignung wegen des anstrengenden Sitzungsdienstes
Schöffen in Jugendstrafsachen sollten zudem in der Jugenderziehung über besondere Erfahrung verfügen.
Schöffen müssen Objektivität und Unvoreingenommenheit auch dann bewahren können, wenn der Prozess in schwierige Situationen kommt. Vom ersten Tage an müssen Schöffen ihre Rolle im Strafverfahren kennen, über ihre Rechte und Pflichten informiert sein und sich über die Ursachen von Kriminalität und den Sinn und Zweck von Strafe Gedanken gemacht haben. Wer zum Richten über Menschen berufen ist, braucht ein großes Verantwortungsbewusstsein für den Eingriff in das Leben anderer Menschen. Die Verantwortung findet ihren deutlichsten Ausdruck in der Tatsache, dass für jede Verurteilung und jedes Strafmaß eine Zwei-Drittel-Mehrheit in dem Gericht erforderlich ist. Gegen beide an den Gerichtsverfahren teilnehmenden Schöffen kann in Deutschland niemand verurteilt werden. Jedes gesprochene Urteil – gleichgültig ob Verurteilung oder Freispruch –, haben die Schöffen daher mit zu verantworten.
Geeignete Bewerber werden von der Gemeindevertretung bzw. dem Jugendhilfeausschuss des Enzkreises dem Schöffenwahlausschuss beim Amtsgericht vorgeschlagen, der dann aus diesen Vorschlägen die Haupt- und Hilfsschöffen wählt.
Wer sich zur Ausübung des Schöffenamtes in der Lage sieht, kann als Jugendschöffe oder als Schöffe in Erwachsenenstrafsachen bis zum 15.04.2018 bewerben bei der: Gemeindeverwaltung, Hauptamt, Friedenstr.11, 75233 Niefern-Öschelbronn oder per E-Mail: ha@niefern-oeschelbronn.de
Auskünfte erteilt gerne Hauptamtsleiter Ekkehard Vogel, Tel.: 07233/9622-11.
Folgende Angaben sind bei der Bewerbung erforderlich:
- Familienname
- Geburtsname (wenn nicht mit Familienname übereinstimmt)
- Vorname
- Geburtstag
- Geburtsort
- Beruf
- Straße und Hausnummer
Bewerbungsbogen sind unten als Download (PDF) hinterlegt.

 


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