Heimat entdecken: "Obere Kirnbachwiesen"

Bad. Wappen an der mittelalterlichen Grenze am Kirnbach (Foto: B. Feuchter)

Wer findet den ältesten Landesgrenzstein unserer Doppelgemeinde? Nach Barbara und Dieter Kummer, Bernd Feuchter, Michael Schuon und Winfried Schneider hat sich auch Manfred Bader vom "Jagdfieber" anstecken lassen. Weitere "Schatzsucher" sind herzlich willkommen - willkommen sind auch alle Hinweise, die bei der Suche helfen könnten.

Die Suche erstreckt sich auf die mittelalterliche Landesgrenze in Niefern- Öschelbronn zwischen dem Großherzogtum Baden und dem Königreich Württemberg. Diese Grenze zieht sich vom Lattenwald oben bei Kieselbronn hinunter zur Enz beim Herzogstein in Enzberg, dort hinauf zum "Lärchenweg" und dann fast schnurgerade weiter bis zur Bräuningsmühle.

Dort folgt eine kleine Sensation: Die markgräfliche Gemarkung Niefern schiebt sich einfach wie eine lange schmale Zunge zwischen die damals württembergische Gemarkung Öschelbronn und die damalige badische Gemarkung "Hagenschieß", und zwar immer dem Kirnbach entlang -  bis zum "Hardtheimer Weg" am sog. Steinernen Brückle. In diesem Bereich der  Oberen Kirnbachwiesen haben sich die badischen Markgrafen im damals noch fischreichen Kirnbach das Fischereirecht gesichert (vgl. Ortschronik).
Am Kirnbach zwischen Bräuningsmühle und Steinernem Brückle gab es vor 1875 kein Bärentaler Sträßle oder irgend einen anderen Pfad. Nummerierte Landesgrenzsteine finden sich auf dem Gemarkungsatlas von 1875 direkt links und rechts neben dem Kirnbach. Ortskundige halten es für ausgeschlossen, dass sich diese Steine gegen Hochwasser und Erosion behaupten konnten.

Ein Stein mit unbekanntem Fundort stammt vielleicht aus dem Bereich "Obere Kirnbachwiesen" -  oder der Enz. Der Stein zeigt auf der einen Seite das badische Wappen und einen Fisch mit der Jahreszahl 1788,  auf der anderen  ein Hufeisen, das Wahrzeichen sowohl vom württembergischen Öschelbronn als auch vom badischen Eutingen.

Den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Landesgrenze vom Steinernen Brückle am Hardtheimer Weg bis zur Gemarkung Wurmberg hat die Lokale Agenda im Dezember 2016  mit Manfred Bader, Bernd Feuchter und Winfried Schneider untersucht. Sehr sehenswert sind die Steine angefangen vom Dreimärker beim Denkmal für die Weymouthskiefern bis zum Ende des Kirnbachtals in Wurmberg (s. auch Ortschronik). Diese Steine gehören allerdings nicht mehr zu unserer Gemarkung. Ein älterer Stein als die bisher entdeckten Steine von 1588 und 1590 wurde auch dieses Mal in Niefern-Öschelbronn nicht gefunden. pm

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