Bruchtalrundweg

Bruchtalrundweg

Das Bruchtal in Öschelbronn gehört zu den landschaftlichen Schätzen unserer Gemeinde. Es bietet aufgrund seiner Stille und Schönheit einen hohen Erholungswert. Leider mussten die Wanderer im weglosen hinteren Bruchtal immer wieder mit sumpfigem Untergrund kämpfen oder umkehren.

Im Jahr 2003 entwickelte der Arbeitskreis "Umwelt und Verkehr" der hiesigen Lokalen Agenda die Idee des Bruch-talrundwegs. Zuerst musste das Problem mit dem sumpfigen Gelände gelöst werden. In Zusammenarbeit mit dem Gemeindeforst wurde auf einer Länge von fast 200m bestehendes Gehölz gerodet, um festen Grund für einen schmalen Pfad zu gewinnen. Auf dem gesamten Rundweg leistete die Agendagruppe im Lauf der Jahre ehrenamtlich viele hundert Arbeitsstun-den. Seit 2013 hat der Gemeindeforst die Betreuung des Rundwegs übernommen.

Der 4,5 km lange Rundweg bietet vielfältige Erholungsreize. Er wurde von der Agendagruppe beschildert (schwarzer Pfeil auf weißem Grund). Er geht von denTennisplätzen in der Oberen Bachstraße aus. Zuerst erreicht er den beschaulichen Bruchtalsee. An  dessen Ende verlässt er den Talgrund und wechselt zum "Unteren Bruchtalweg" am rechten Waldrand. Dort finden sich laufend nummerierte Flursteine, sie wurden gesetzt, nachdem  Öschelbronn 1810 badisch geworden war.

Wenn das Gras gemäht ist, fallen dem Wanderer im Talgrund bald die hohen schlanken Grenzsteine der Staatsgrenze ab 1810 von Württemberg und Baden auf. Sie tragen auf der einen Seite ein B, auf der anderen ein W mit Nummer und Jahreszahl. Gegen Ende des Tals bei einer Sitzbank, deren Ideengeber die Agendagruppe war, findet sich im Talgrund ein sogenannter "Dreimärker". Er kennzeichnet nicht nur den Verlauf der Staatsgrenze ab 1810, hier stoßen auch die Grenzen von Öschelbronn, Wurmberg und Wiernsheim zusammen. Direkt neben der Bank stehen zwei Marksteine dicht nebeneinander, der eine zeigt deutlich den Abtsstab aus der Zeit, als Öschelbronn zum Maulbronner  Klosterbesitz gehörte.

Der Weg überquert nach der Bank die Staatsgrenze und führt nun durch den Wurmberger und den Wiernsheimer Forst, jetzt immer auf halber Höhe über dem Bruchtal. Nach 600m auf dem breiten Forst- und Radweg muss man gut aufpassen und links in den "Oberen Bruchtalweg" einbiegen. Der schmale Pfad quert nach gut fünf  Minuten wieder die Staatsgrenze ab 1810, dieses Mal auf halber Höhe über dem Bruchtal. Bald schimmert linker Hand der Bruchtalsee herauf. Der Weg vom Wasserhochbehälter hinunter zu den Tennisplätzen eröffnet ei-ne großartige Aussicht ? ein krönender Abschluss der Rundwanderung.

Steinzwillinge und Dreimärker im hinteren Bruchtal.


 

 

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