Historische Dokumente unserer Doppelgemeinde

Landesgrenzsteine

DIE RESTAURIERTEN LANDESGRENZSTEINE WERDEN IN DIE OBHUT DER GEMEINDE GENOMMEN.
In der Mitte Bürgermeisterin Birgit Förster und Altbürgermeister Jürgen Kurz sowie stellvertretend für alle Ehrenamtlichen, die bei der Grenzsteinsuche geholfen haben, Bernd Feuchter (l.) und Winfried Schneider (r.)

Unser ältester Landesgrenzstein (1588)

Seit 2013 wurde von mehreren ehrenamtlichen Helfern, zusammen mit dem Arbeitskreis „ Umwelt und Verkehr“ der Lokalen Agenda, auf der Gemarkung Niefern-Öschelbronn systematisch nach unserem ältesten Landesgrenzstein geforscht. 2016 wurde der laut seiner Jahreszahl älteste Stein in dichtem Gestrüpp im Verlauf der badische Grenze von der Bräuningsmühle hinauf zum Tannenberg gefunden. Der schlichte Stein war durch  Verwitterung stark mitgenommen. Er wurde zwar von Steinmetzen restauriert, darf aber nicht mehr der Witterung ausgesetzt werden. Am Fundort wurde vom Landratsamt eine topographische Platte eingesetzt. Das Original befindet sich bis auf Weiteres in einem Raum des Ortsbauamtes im Rathaus Niefern.
 
Die Vorderseite zeigt noch deutlich den Maulbronner Abtsstab. Die Schnecke verläuft im Uhrzeigersinn. Die Jahreszahl lässt sich als „1588“ lesen. „37“ ist die Nummer aus dem Gemarkungsatlas. „N13“ stammt offensichtlich aus einer älteren Zählung. Das „E“ steht für Öschelbronn, das früher „Eschenbronn“ hieß. Die Rückseite des Steins ist leider unkenntlich.

 

Landesgrenzstein 1590, der zweitälteste auf unserer Gemarkung


 
Auch dieser Stein hatte durch Verwitterung gelitten. Am Fundort wurde vom Landratsamt ein Replikat (=getreue Nachbildung) aufgestellt. Der Originalstein befindet sich bis auf Weiteres im gleichen Raum des Ortsbauamtes. Auf der Vorderseite zeigt der Stein den Maulbronner Abtsstab und die beiden ersten deutlich  lesbaren Ziffern einer Jahreszahl: „15..“(1590?). Weiter finden sich die Zeichen „N 33“ und wieder das „E“ für Öschelbronn, außerdem das ursprüngliche Öschelbronner Hufeisen. Die Rückseite trägt die Zeichen „N 50“ und den ursprünglichen Nieferner Entenfuß. Die Linie oben auf dem Stein bezeichnet man als „Weisung“.

Ein herzlicher Dank geht an die Ehrenamtlichen Manfred Bader, Bernd Feuchter, Barbara und Dieter Kummer, Winfried Schneider, Michael Schuon und Helmuth Ziegler sowie an die ehemaligen Mitglieder der  „Lokalen Agenda“. Sie erfuhren all die Jahre sehr viel Unterstützung vom Landratsamt Enzkreis, von Frau Barbara Hauser († 2018), die sich um die Kleindenkmale im Enzkreis hoch verdient gemacht hat, sowie unserem Ortschronisten Friedrich Leicht († 2019). Bei der Freilegung von insgesamt vier Steinen und der Aufstellung eines Replikats war das Amt für Vermessung und Flurneuordnung Enzkreis tätig. Auch der Einsatz des Alt-Bürgermeisters Jürgen Kurz und des Ortsbauamtes der Gemeinde waren eine außerordentliche Hilfe!

w.sch.

 

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