Evangelische Kirche 'St. Marien' in Niefern

Kiche St. Marien am Marktplatz

Die Nieferner St. Marien Kirche belegt in der Rangfolge der sakralen Bauten des Mittelalters den 3. Platz im Enzkreis nach dem Kloster Maulbronn - dem Weltkulturerbe - und der Magdalenen Kirche in Tiefenbronn mit dem weltberühmten Lucas-Moser-Altar.

Die gediegene spätgotische Architektur von Schiff und Turm (ca. 1400)  - 1490 wurde von einem Werkmeister aus dem Umkreis des "Hans Spryß von Zaberfeld" ein hochgotischer Chor angefügt - dokumentiert die Enge Verbindung mit der markgräflichen Amts- und Residenzstadt Pforzheim. Das dortige von Markgraf Karl I. gegründete Chorherrenkapitel an St. Michael war in Niefern reich begütert und unterhielt hier eine Art "Außenstelle": Diesem Umstand ist der prächtige Lettner  zu verdanken und wahrscheinlich auch die in Resten erhaltene vorzügliche mittelalterliche Ausstattung (Altarfiguren, Kanzel).

Auf einen älteren Besitz vor Ort, das Kloster Maulbronn, scheint wohl die ikonografisch einzigartige Ausmalung des Altarraumes in den Jahren 1430/40 zurückzugehen, die überwiegend dem Thema der Fürbitte durch Christus und die Kirchenpatronin gewidmet ist.

Mit ihrer markanten Tonnendecke, dem Chorgestühl, den Grabsteinen, Epitaphien und barocke Altargeräten zählt die ehemalige Marienkirche zweifelsfrei zu den wertvollsten Sakralbauten der Region.

Auf dem Kirchenplatz befindet sich der Wappenbrunnen von Niefern-Öschelbronn, in den 80er Jahren des 20. Jahrhunderts von Ortschronist Karl-Helmut Wagner entworfen und von einem Freudentaler Steinmetz aus einem Buntsandsteinblock modeliert.

Wer das Gotteshaus St. Marien besichtigen möchte, wendet sich an das evangelische Pfarramt, Lindenstraße 1 unter Telefon: 07233 4273.

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