Ortsteil Öschelbronn

Der 'Urbrunnen' stand Anfang des 20. Jahrhunderts in der Pfarrstraße.

Nach dem großen Brand in Öschelbronn 1933 stieß man im Ortskern auf die Spuren eines römischen Gutshofes, der durch Sträßchen mit dem römischen Pforzheim und nach Osten mit der Furt bei Dürrmenz verbunden war.

Öschelbronn wird in frühen Aufzeichnungen "Nessenbrunn" genannt, was auf die alemannische Sippensiedlung eines "Nesso" hindeutet. Später änderte sich die Schreibweise in "Eschenbronn" = Brunnen bei den Eschen und Öschelbronn.

Schon 835 kam der Ort im Lorscher Codex vor. Er hatte viele Herren, darunter das Kloster Maulbronn. Mit ihm kam Öschelbronn 1504 zu Württemberg und erst 1810 wurde der Ort, durch die napoleonische Gebietsreform badisch.

Begünstigt durch seine "Schüssellage" wurde Öschelbronn häufig Opfer von verheerenden Feuerbrünsten. 1609, 1852, 1909, 1911 und 1933 wurde der Ort von Brandkatastrophen heimgesucht. 1852 brannte auch die Kirche mit ab. Das evangelische Gotteshaus St. Georg wurde in seiner heutigen Form anschließend erbaut.

Bei der letzten großen Katastrophe brannten im Jahr 1933 203 Häuser ab. Der Wiederaufbau im fränkisch-alemannischen Fachwerkstil prägt bis heute das Ortsbild der Gemeinde.

Der Schanzengraben (Eppinger Linie), der 1695 / 97 unter dem Markgrafen von Ludwig von Baden, dem "Türkenlouis", zum Schutz gegen die Franzosen ausgehoben wurden ist im Abschnitt Niefern-Öschelbronn noch sehr gut erhalten. Beginnend bei der Waldschanze (Gemarkung Niefern) zieht er über den Tannenberg zum Wald "Steckhof" (Gemarkung Öschelbronn) In Richtung Mühlacker und weiter bis nach Eppingen.

Obwohl auch die Öschelbronner schon früh von der Industrialisierung Pforzheims profitierten, blieb die Gemeinde bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ländlich geprägt. In den letzten Jahrzehnten allerdings erhielt das Dorf - nicht zuletzt durch die neu ausgewiesenen Baugebiete und viele "Reig'schmeckte" - die Prägung als beliebte Wohngemeinde.

Traditionell findet in Öschelbronn vierteljährlich ein klassischer Krämermarkt statt.

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