Ortsgeschichte: Gemeine Niefern-Öschelbronn

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Vorlesen

Geschichte der Gemeinde Niefern-Öschelbronn

Am 1. August 1971 schlossen sich die bis dahin selbstständige Gemeinden Niefern und Öschelbronn freiwillig zusammen. Am 18. November 1971 wurden die Gemeinden in "Niefern-Öschelbronn" umbenannt.

Mit einer Gemarkungsfläche von 2202 ha hat sich nach dem Zweiten Weltkrieg, vor allem bedingt durch seine außerordentlich günstige Verkehrslage an der B 10, Autobahnanschluss mit Tank- und Rastanlage, zwei Landesstraßen, Bahnhof an der Strecke Karlsruhe – Stuttgart, zum bedeutenden Industrieort mit rd. 4.000 Arbeitsplätzen entwickelt.

Ortsteil Niefern

Die Gemarkung Niefern ist seit uralten Zeiten besiedelt, da außer römischen und fränkischen auch vorgeschichtliche Spuren gefunden wurden in Niefern auch vorgeschichtliche Spuren gefunden.

Lange war man der Meinung, dass der Name "Niefern", der erstmals in den Jahren 1082 bis 1091, zur Zeit des Hirsauer Reformabtes Wilhelm, in den Schenkungsbüchern des Klosters Hirsau schriftlich überliefert ist, von "Neuefähre" (von  ahd. = niu fara) hergeleitet wurde. Neuere Geschichtsforscher gehen allerdings davon aus, das Niefern, wie auch "Enz" und "Nagold" keltischen Ursprungs sei.

Das von jenem Wilhelm gegründete Priorat Reichenbach im oberen Murgtal erhielt auf seine Anweisung "praedia", d.h. Güter, in "Nievern" übertragen. Die aus dem Besitz des Grafen Alwig I. von Sulz, dessen Bruders Herrmann, des Grafen Burghard von Staufenberg und anderer Adeliger stammten. Bis ins 14. Jahrhundert blieb das Kloster Hirsau ein wichtiger Grundbesitzer in Niefern und bewirtschaftete hier auch ein Klostergut.

Neben den Benediktinermönchen wurde 1486 mit der Nennung eines "Heinricus de Nievern" (Heinrich von Niefern) in einer Urkunde Kaiser Friedrichs I. ein Ortsadel erwähnt, der auch Herr der Burg Enzberg war und im Dienst der Bischöfe von Speyer stand. Seine Linie lässt sich während des 12. und 13. Jahrhunderts in vielen Schriftzeugnissen nachweisen. Enzberg als württtembergisches Dorf gehörte kirchlich bis 1818 zu Baden, die Bewohner kamen hierher zum Gottesdienst, wurden hier getauft, getraut und auch begraben.

Merkwürdigerweise erscheint ab 1276 neben der Schreibweise "von Niefern" auch die Herkunftsbezeichnung "de Hohennievern". So fungierte beispielsweise ein "Heinricus de Hohennievern dictus Troescheller" als Zeuge in einer Urkunde des Markgrafen Rudolf d. Ä. Demnach hat es in Niefern zwei Burgen gegeben, deren eine die im 16. Jahrhundert erbaut Tiefburg (Niefernburg), die Zeiten überdauert hat, während von "Hohenniefern" jede Spur fehlt.

Bereits im 15. Jahrhundert müssen die Herren von Niefern, die auch in Nöttingen, Kieselbronn und Königsbach begütert waren, ohne Nachkommen ausgestorben sein. Ihre Rechtsnachfolge traten die aus dem gleichen Stamm hervorgegangenen Herren von Enzberg an, die wiederum 1438 große Besitzanteile veräußerten und sich an die obere Donau nach Mühlheim zurückzogen. Bereits 1390 hatte Wolf von Niefern seinen Viertelanteil an die Vogtei an die Zisterzienserabtei Maulbronn verkauft, die ihn bis 1482 innehatte und dann an die Markgrafschaft abstieß.

Das von den Enzbergern 1454 dem Markgrafen Karl I. übertragene zweite Viertel der Nieferner Vogtei erhielten diese zunächst wieder zu Lehen, bevor es 1506 durch Verkauf an Konrad von Wallstein gelangte.

Die Familie Wallstein oder Waldstein, ein Geschlecht aus der Gegend von Hausach im Kinzigtal, zählte zu den fürstenbergischen Lehensleuten und erwarb Anfang des 16. Jahrhunderts systematisch Enzbergischen und Niefernschen Besitz.

Seit Ende des 15. Jahrhunderts befand sich die andere Hälfte der Vogtei in den Händen der aus Kappelwindeck bei Bühl gebürtigen Familie von Bach und kam dort 1510 durch Verkauf an das Haus Baden. Was Markgraf Christoph I. nicht mehr vergönnt war, erreichte sein Sohn Philipp: 1529 erwarb er das letzte Viertel der Nieferner Vogtei von den Wallsteinern.

Markgraf Karl II. schenkte 1555 seinem Kanzler Martin Amelius (Achtsynit) für seine Verdienste um die Reformation den Ort mit samt dem alten Burgstadel an der Enz. Jener Amelius erbaute die Niefernburg "von Grund uff" und versah sie mit Wirtschaftsgebäuden, Säge- und Mahlmühle. Noch heute erinnert der Ameliussaal in der Kirnbachhalle an diesen bedeutenden Nieferner.

Während des Dreißigjährigen Krieges wurden allein durch die Pest zwei Drittel der Bevölkerung hinweggerafft.

Niefern war sehr arm und durch seine Lage an der Grenze von Baden und Württemberg zusätzlich im Nachteil. 1672 griff der Markgraf von Baden helfend ein und richtete eine "Papiermühle" in der Sägemühle der Niefernburg ein.

Ins 19. Jahrhundert fallen die ersten Anfänge der heute bedeutenden Industrie der Gemeinde, doch erst mit dem Wachstum der Pforzheimer Industrie ging es auch in Niefern merklich aufwärts.

In die vom Staat auf Abbruch verkaufte Niefernburg zog 1857 ein evangelisches Waisenhaus ein. Später wurde sie für lange Jahre Mädchenerziehungsheim und untersteht heute der inneren Mission als offenes Mädchenwohnheim.

Ortsteil Öschelbronn

Nach dem großen Brand in Öschelbronn 1933 stieß man im Ortskern auf die Spuren eines römischen Gutshofes, der durch Sträßchen mit dem römischen Pforzheim und nach Osten mit der Furt bei Dürrmenz verbunden war.

Öschelbronn wird in frühen Aufzeichnungen "Nessenbrunn" genannt, was auf die alemannische Sippensiedlung eines "Nesso" hindeutet. Später änderte sich die Schreibweise in "Eschenbronn" = Brunnen bei den Eschen und Öschelbronn.

Schon 835 kam der Ort im Lorscher Codex vor. Er hatte viele Herren, darunter das Kloster Maulbronn. Mit ihm kam Öschelbronn 1504 zu Württemberg und erst 1810 wurde der Ort, durch die napoleonische Gebietsreform badisch.

Begünstigt durch seine "Schüssellage" wurde Öschelbronn häufig Opfer von verheerenden Feuerbrünsten. 1609, 1852, 1909, 1911 und 1933 wurde der Ort von Brandkatastrophen heimgesucht. 1852 brannte auch die Kirche mit ab. Das evangelische Gotteshaus St. Georg wurde in seiner heutigen Form anschließend erbaut.

Bei der letzten großen Katastrophe brannten im Jahr 1933 203 Häuser ab. Der Wiederaufbau im fränkisch-alemannischen Fachwerkstil prägt bis heute das Ortsbild der Gemeinde.

Der Schanzengraben (Eppinger Linie), der 1695 / 97 unter dem Markgrafen von Ludwig von Baden, dem "Türkenlouis", zum Schutz gegen die Franzosen ausgehoben wurden ist im Abschnitt Niefern-Öschelbronn noch sehr gut erhalten. Beginnend bei der Waldschanze (Gemarkung Niefern) zieht er über den Tannenberg zum Wald "Steckhof" (Gemarkung Öschelbronn) In Richtung Mühlacker und weiter bis nach Eppingen.

Obwohl auch die Öschelbronner schon früh von der Industrialisierung Pforzheims profitierten, blieb die Gemeinde bis weit in die zweite Hälfte des 20. Jahrhunderts ländlich geprägt. In den letzten Jahrzehnten allerdings erhielt das Dorf - nicht zuletzt durch die neu ausgewiesenen Baugebiete und viele "Reig'schmeckte" - die Prägung als beliebte Wohngemeinde.

Traditionell findet in Öschelbronn vierteljährlich ein klassischer Krämermarkt statt.

Unser ältester Landesgrenzstein

Lokale Agenda Niefern-Öschelbronn / Arbeitskreis Umwelt und Verkehr in Zusammenarbeit mit dem HAV Mühlacker
Wo steht der älteste Landesgrenzstein auf unserer Gemarkung? Schlussbericht April 2017 (überarbeitet September 2022)


Vorbemerkung
Mathias Rosbund vom HAV Mühlacker hat im Mai 2022 ein gründlich recherchiertes Buch über Grenzsteine auf der hiesigen Gemarkung veröffentlicht. Titel: "Historische Grenzsteine auf der Gemarkung Niefern-Öschelbronn"


1. Allgemeines
Die LA hat sich im vorliegenden "Schlussbericht" sehr auf die Grenzsteine im Verlauf der Landesgrenze vor 1810 auf der hiesigen Gemarkung beschränkt.
Folgende Karten wurden verwendet:
- Ortsplan Niefern-Öschelbronn 1:10.000
- Übersichts-Plan der Gemarkung Niefern 1:10.000 (1885)
- Übersichts-Plan der Gemarkung Öschelbronn 1:10.000 (1882)
Die Doppelgemeinde Niefern-Öschelbronn kann gleich mit zwei Landesgrenzen und den dazugehörenden Landesgrenzsteinen aufwarten. Beide Grenzen trennten badisches und württembergisches Hoheitsgebiet. Die ältere Grenze galt bis 1810. Aber 1810 wurden Kieselbronn und Öschelbronn durch Napoleons Gnaden der Markgrafschaft Baden-Durlach zugeschlagen.
Die jüngere Grenze galt von 1810 bis 1951 bis das heutige Bundesland Baden- Württemberg gegründet wurde. Wer den ältesten Landesgrenzstein von NiefernÖschelbronn sucht, muss natürlich an der Landesgrenze forschen, die vor 1810 galt.


2. Verlauf der Landesgrenze vor 1810
Diese „vornapoleonische“ Landesgrenze beginnt beim Dreimärker Eutingen/Niefern/Kieselbronn am Lattenwald, führt der Höhe entlang und dann steil hinunter zur Enz, der Enz entlang bis zum Herzogstein in Enzberg, von dort hinauf bis zum Dreimärker Dürrmenz/Niefern/Öschelbronn, zieht den „Lärchenweg“ weiter, den sog. Grenzweg (der Name fehlt noch auf dem Ortsplan) hinunter, kreuzt den „Oberen Gaisbergweg“, leitet über den „Öschelbronner Weg“ hinunter zur Bräuningsmühle und endet dann am Dreimärker Stein Nr. 1 am Beginn der „Oberen Kirnbachwiesen“ (siehe Abschnitt 12).


3. Fehlende Steine
Beim Straßen- und Wegebau gingen an markanten Stellen offensichtlich wichtige Landesgrenzsteine einfach verloren, vielleicht störten sie den Arbeitsablauf, z. B. beim Bau der L1125 oder des „Oberen Gaisbergwegs“. Man darf davon ausgehen, dass vor allem „schöne“ Exemplare durch Privatpersonen kurz entschlossen vor der Schutthalde „gerettet“ wurden. Bei aller Würdigung von Verdiensten - Grenzsteine können nie Eigentum von Privatleuten werden, sie bleiben immer Eigentum der Allgemeinheit.  Auch im landwirtschaftlichen Bereich zwischen Bräuningsmühle und „Öschelbronner Weg“ ist nach Auskunft des Pächters kein Grenzstein mehr vorhanden.


4. Landesgrenzstein 1776
2013 hat die Lokale Agenda (LA) am „Öschelbronner Weg“ einen bis dahin unbeachteten Stein entdeckt. Das Ortsbauamt mit Helmut Frey legte ihn Ende 2013 so weit frei, dass man die Jahreszahl 1776 deutlich lesen konnte. Das württembergische Wappen war nach 1810 offensichtlich entfernt worden, es hatte ja seine hoheitliche Bedeutung eingebüßt. Das badische Wappen blieb erhalten, es ist erhaben herausgearbeitet. Darunter erkennt man deutlich den sog. Enten- oder Gänsefuß, nach Ansicht mancher Forscher in Wahrheit ein heidnischer Druidenfuß, der böse Geister fern halten soll, der Fuß ist das Kennzeichen nicht nur von Niefern, sondern
auch von Kieselbronn. Das Kennzeichen von Öschelbronn und von Eutingen ist übrigens ein Hufeisen, es könnte ebenfalls als vorchristlicher Glücksbringer gedeutet werden.


5. Landesgrenzstein 1588
Im weiteren unwegsamen Verlauf der Landesgrenze konnte die LA 2015 unter dem unermüdlichen Einsatz von Bernd Feuchter und Michael Schuon, der Weisung des „1776 Steins“ folgend, im dichten Gestrüpp mehrere Steine ausmachen, darunter den Landesgrenzstein 1588. Der schlichte Stein war durch Verwitterung stark mitgenommen. Am Fundort hat das Landratsamt eine topographische Platte eingesetzt. Der restaurierte Stein ist im Rathaus/Ortsbauamt ausgestellt.
Die Rückseite des Steins ist unkenntlich. Die Vorderseite zeigt den Maulbronner Abtsstab, die Schnecke verläuft im Uhrzeigersinn. Die Jahreszahl lässt sich als "1588" lesen, möglich wäre u.U. auch "1585". "37" ist eine Nummer aus dem "Übersichtsplan" sowohl der Gemarkung Niefern als auch der Gemarkung Öschelbronn. "N13" stammt aus einer noch unbekannten Zählung. "E" steht für “Eschenbronn“ =Öschelbronn.


6. Landesgrenzstein 1590
Bei einer späteren Suche im Verlauf der Landesgrenze - wo im Anschluss an den sog. Grenzweg der „Schanzgraben“ wieder anfängt, stieß die LA auf einen weiteren Landesgrenzstein mit dem Maulbronner Abtsstab und den beiden ersten lesbaren Ziffern einer Jahreszahl: „15..“ (1590?). Auf der Vorderseite finden sich außer Jahreszahl und Abtsstab noch die Zeichen „N 33“ aus dem "Übersichtsplan" der Gemarkung
Öschelbronn, das E für Öschelbronn und das Öschelbronner Hufeisen. Die Rückseite trägt die Nummer „N 50“ aus dem "Übersichtsplan" der Gemarkung Niefern und den Nieferner Entenfuß.
Der Stein wurde vom Landratsamt ausgegraben und durch ein Replikat ersetzt. Das restaurierte Original ist wie auch der Stein "1588" im Rathaus/Ortsbauamt ausgestellt.
Allen voran hat Bernd Feuchter die anfallenden Arbeiten mit großem ehrenamtlichen Engagement unterstützt (zeitraubende Rückfragen bei Behörden, Ortstermine mit Steinmetzen, Zufahrtswege festlegen, Ortung der Steine, Abstimmung mit dem Ortsbauamt).
Zwei Anmerkungen:
1.) Die Restaurierung der stark verwitterten Steine 1588 und 1590 sowie die Herstellung des Replikats für den Stein 1590 veranlasste Altbürgermeister Jürgen Kurz in seiner Amtszeit, die Ausstellung im Rathaus ermöglichte Bürgermeisterin Birgit Förster.
2.) Bei der Restaurierung war der richtige Verlauf der Linien auf der Steinoberfläche nicht immer eindeutig auszumachen, das heißt der Steinmetz musste sich z.B. entscheiden, ob er eine "8" oder eine "5" nachzeichnen soll.

7. Landesgrenzstein Nr.47
Vom Landesgrenzstein „1588“ bis zum Landesgrenzstein „1590“ findet sich unterhalb des Reutwegs im Verlauf der Landesgrenze ein dritter Landesgrenzstein mit dem Maulbronner Abtsstab. Er trägt die Nummer „47". Der Stein wurde im März 2017 vom Vermessungsamt Enzkreis freigelegt. Eine Jahreszahl war leider nicht zu sehen. Es stellt sich die Frage: "In welcher Funktion steht der Maulbronner Abtsstab dreimal im Verlauf der Landesgrenze vom Öschelbronner Weg zum Schanzgraben?" vgl. auch Abschnitt 13 "Steinzwillinge im Bruchtal“.


8. Landesgrenzstein 1586, ehemals am „Oberen Gaisbergweg“, der zweitälteste
Landesgrenzsstein auf unserer Gemarkung

Der Gemarkungsatlas Niefern-Öschelbronn verzeichnet am „Oberen Gaisbergweg“ und „Reutweg“ die Grenzsteine Nr. 40 und 41. Beide Steine fehlen jedoch an Ort und Stelle. Der sauber in zwei Hälften geteilte Stein Nr. 40 ist im Gasthof Goll, Niefern, ausgestellt. Die eine Hälfte trägt die Jahreszahl 1586 und den Nieferner Entenfuß, die andere das Öschelbronner Hufeisen mit dem „E“ für Eschenbronn = Öschelbronn und die Steinnummer „N 40“.


9. Stein 1580
Unser Ortschronist Friedrich Leicht hat in seinen Unterlagen das Foto eines Steins mit der Jahreszahl 1580 und dem Entenfuß aus dem Nieferner Ortswappen. Leider fehlt in den Unterlagen die Angabe des Fundorts. Ist der Stein Landesgrenzstein oder “bloß“ Flurstein aus innerörtlicher Vermessung? Ist der Stein evtl. auf Privatgrund aufgenommen?


10. Einfachere Exemplare
Im Verlauf des “Lärchenwegs“, der vom „Stein 1590“ ab genau der vor-napoleonischen Landesgrenze bis zum dortigen Dreimärker (Niefern-Öschelbronn-Dürrmenz) folgt, finden sich nach dem „Großen Kesselweg“ rechter Hand immer wieder Grenzsteine, die jedoch nicht den Eindruck alter Landesgrenzsteine machen, sondern eher einfacherer Flursteine. Ein prächtigeres Bild geben manche Steine ab, die vom Dreimärker zum Herzogstein hinunter aufgestellt sind. Es erhebt sich hier die Frage: Blieben die nach 1810 ausgedienten Landesgrenzsteine alle an ihren Plätzen und wurden zu innerörtlichen Marksteinen umfunktioniert oder einfach durch neue Steine ersetzt?


11. Landesgrenzsteine vom Lattenwald hinunter zum Herzogstein an der Enz
und der älteste Landesgrenzstein 1579!

An der alten Landesgrenze am Lattenwald zwischen Niefern und Kieselbronn stehen Landesgrenzsteine mit den Nummern 1 bis 35. Barbara und Dieter Kummer hielten über 30 Steine fotografisch fest und brannten die Bilder auf DVD. Die Nr. 1 ist ein Dreimärker (Niefern/Eutingen/Kieselbronn). Wichtig sind ihres Alters wegen vor allem die Steine von 1716, 1772 und 1786.
Bei Stein Nummer 30 endet die gemeinsame Grenze mit Kieselbronn. Ab hier verläuft nun die Grenze steil bergab bis runter zur Enz, entlang der Gemarkung von Enzberg. Auf diesem Grenzabschnitt am unteren Enzberg, fand Mathias Rosbund vom HAV Mühlacker den ältesten Landesgrenzstein auf der Gemarkung Niefern-Öschelbronn.
Dieser steile Grenzabschnitt war früher wohl ein Weinberg, heute ein Geröllfeld, welches teilweise auch mit Gestrüpp überwuchert ist. Dieser Stein fasziniert durch seine Ursprünglichkeit. Erstaunlich schön ist die herausgearbeitete Jahreszahl 1579, weiter finden sich der Buchstabe B für Baden, der Nieferner Enten-/Gänsefuß mit Sporn und die Steinnummer 188. Die Rückseite zeigt das Fleckenzeichen von Enzberg in einer seltenen Variante in Form von zwei konzentrischen Kreisen, das W für Württemberg und ebenfalls die Steinnummer 188.


12. „Obere Kirnbachwiesen“
Im Bereich „Obere Kirnbachwiesen" schiebt sich die einstmals markgräfliche Gemarkung Niefern wie eine lange schmale Zunge zwischen die bis 1810 württembergische Gemarkung „Öschelbronn“ und die damalige badische Gemarkung „Hagenschieß“, und zwar immer dem Kirnbach entlang bis zum „Hardtheimer Weg“ am sog. „Steinernen Brückle“. In diesem Bereich der „Oberen Kirnbachwiesen“ hatten sich die badischen Markgrafen im damals noch fischreichen Kirnbach das Fischereirecht gesichert (vgl. Ortschronik).
Am Kirnbach zwischen Bräuningsmühle und „Steinernem Brückle“ gab es lt. Gemarkungsatlas von 1875 kein „Bärentaler Sträßchen“ oder irgend einen anderen Pfad. Nummerierte Grenzsteine finden sich auf dem Gemarkungsatlas von 1875 direkt links und rechts neben dem Kirnbach. Ortskundige hielten es für ausgeschlossen, dass sich diese Steine gegen Hochwasser und Erosion behaupten konnten. Michael
Schuon und Helmuth Ziegler überprüften das mit der LA im Februar 2017 bei niedrigem Wasserstand. Von den 18 Steinen auf dem Gemarkungsatlas 1875 konnten Nr. 18, 17, 15, 10, 5, 4 und 2 ausgemacht werden. Die Nr. 17 hatte am Steilhang keinen festen Stand mehr, die Nr. 4 lag am Boden. Alle Steine außer dem Stein Nr. 41 tragen neben der Nummer noch die Buchstaben GN (Gemarkung Niefern) auf der einen und GÖ (Gemarkung Öschelbronn) auf der andern Seite. Hoheitliche Zeichen fehlen. Die Steine stammen offensichtlich aus der Zeit, als Öschelbronn schon badisch war, sie haben demnach nicht als Landesgrenzsteine fungiert.
Vom "Steinernen Brückle" ca. 250 m talabwärts, der dem Hagenschieß zugewandten Seite, steht links oberhalb vom "Bärentaler Sträßchen" ein Dreimarkstein mit der Nummer 1 und der Nummer 39. Im Jahr 2021 entdeckte Mathias Rosbund vom HAV Mühlacker diesen Stein. Mit seinen eindeutigen Weisungskerben zeigt der das Zusammentreffen der Gemarkung Öschelbronn, Niefern und Hagenschieß an. Auf der dem „Bärentaler Sträßchen“ zugewandten, stark verwitterten Seite sind nur noch schwach die Buchstaben GO (GO= Gemarkung Öschelbronn) zu erkennen. Auf der dem Weg abgewandten Seite sind die Gravuren noch sehr gut erhalten: Das badische Wappen, die Jahreszahl 1785 und die Nummer 39. Auf der schmalen Seite (talaufwärts) ist eine 1 zu sehen und auf der gegenüberliegenden Seite die Buchstaben GN (GN= Gemarkung Niefern). Hier ist der Beginn "der langen schmalen Zunge" der Gemarkung Niefern.
Die Nr. 2 wurde am 18.04.2017 vom Vermessungsamt Enzkreis freigelegt. Den Stein schmückt auf der Vorderseite das badische Wappen mit der Jahreszahl 1830 und den Buchstaben B und N, seitlich sieht man ein „N“ und die Zahl 2, hinten einen Entenfuß mit der Ziffer 121.
Ein Stein in privater Hand stammt vielleicht ebenfalls aus dem Bereich „Obere Kirnbachwiesen“ - oder von einem Grenzabschnitt an der Enz. Der Stein zeigt auf der einen Seite das badische Wappen und einen Fisch mit der Jahreszahl 1788, auf der anderen ein Hufeisen, das Wahrzeichen sowohl vom württembergischen Öschelbronn als auch vom badischen Eutingen.
Den weiteren Verlauf der mittelalterlichen Landesgrenze vom Dreimärker Nr.1 bis zur Gemarkung Wurmberg hat die LA im Dezember 2016 mit Manfred Bader, Bernd Feuchter und Winfried Schneider untersucht. Sehr sehenswert sind die Steine angefangen vom Dreimärker (Wurmberg, Hagenschieß Öschelbronn) beim Denkmal für die Weymouthskiefern (Nr. 228/42 laut "Übersichtsplan" der Gemarkung Öschelbronn) bis zum Ende des Kirnbachtals in Wurmberg (s. auch Ortschronik). Diese Steine gehören allerdings außer dem Dreimärker nicht mehr zu unserer Gemarkung.

13. Steinzwillinge im Bruchtal und der älteste Grenzstein

Im hinteren Bruchtal stehen bei der dortigen Bank zwei alte Flursteine nebeneinander. Der größere Stein zeigt auf seiner Rückseite deutlich einen großen Maulbronner Abtsstab. Die Vorderseite ist aufgeraut, vielleicht wurden hier vorhandene Zahlen oder Wappen entfernt. Auf der Oberseite fehlt die Weisung.
Der kleinere Stein mit der fortlaufenden Nummer „36“ gehört zu der Reihe der Flursteine entlang dem Grübenhau / Hochwald. Auf seiner Oberseite findet sich die wichtige Weisung. Auf der Rückseite sind Teile des Maulbronner Abtsstabs zu erkennen.
Im Frühjahr 2022 entdeckte Mathias Rosbund vom HAV Mühlacker auf der dem Wald zugewandten Seite neben dem Abtsstab eine stark verwitterte Jahreszahl. Erst durch die ergänzende Begutachtung weiterer fachkundiger Personen wurde die Jahreszahl 1478 bestätigt. Es ist der älteste Stein auf der Gemarkung Niefern- Öschelbronn und gehört zu den ältesten im gesamten Enzkreis.


14. Die Landesgrenze nach 1810 (napoleonische Landesgrenze)
Am Lattenwald gab es nach 1810 keine Landesgrenze mehr, Kieselbronn war jetzt badisch geworden. Nach Osten bestimmten nach wie vor die württembergischen Gemeinden Enzberg und Dürrmenz entlang der Gemarkungsgrenze von Niefern die Landesgrenze. Vom Dreimärker (Wurmberg, Hagenschieß Öschelbronn) an übernahm das jetzt badische Öschelbronn zusammen mit den württembergischen Gemeinden Pinache/Wiernsheim, Bärental/Wurmberg den weiteren Verlauf der Landesgrenze. Die notwendigen neuen Landesgrenzsteine wurden 1828 gesetzt, schön zu beobachten vom Bilderweg oder Agentalerweg hinunter zum Dreimärker im Bruchtal. Interessant ist das hohe Alter etlicher Landesgrenzsteine vom Bruchtal in Richtung Renntal und Kirnbachtal (1725, 1629, 1765).


Herzlicher Dank für alle Unterstützung gebührt - neben den im Text genannten Personen - dem Rathaus Niefern-Öschelbronn, dem Vermessungs- und Flurneuordnungsamt Enzkreis sowie dem Historisch-Archäologischen-Verein (HAV) Mühlacker. Ganz besonderen Dank verdienen die Heimatforscher Barbara Hauser und Friedrich Leicht für die stets bereitwillige Beratung.